Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zum Singspiel „Die Heimkehr aus der Fremde“

Mit Stolz dürfen wir Euch nun das eröffnende Werk unseres neuen Konzertprogramms für die Saison 2018/2019 präsentieren: Felix Mendelssohn Bartholdys Ouvertüre zum Singspiel „Die Heimkehr aus der Fremde“. 

„Er ist der Mozart des 19. Jahrhunderts, der hellste Musiker, der die Widersprüche der Zeit am klarsten durchschaut und zuerst versöhnt.“ (Robert Schumann) 

Wie kaum ein anderer Komponist war Felix Mendelssohn Bartholdy dem schwankenden Urteil seiner Zeitgenossen und der Nachwelt ausgesetzt. Während er zu Lebzeiten als einer der führenden Repräsentanten der deutschen Musik nach Beethoven galt, verstärkten sich nach seinem Tode die kritischen Stimmen. 

Anlässlich der Silberhochzeit seiner Eltern komponierte Mendelssohn das einaktige Singspiel „Die Heimkehr aus der Fremde“. Bei dem Werk, das im Sommer 1829 während einer Bildungsreise in England entstand, handelt es sich um eine Verwechslungskomödie, die in einem dörflichen Ambiente stattfindet. 

Die Entstehung der Musik zum Singspiel begann mit einigen Fantasien in Schottland und England zum Zeitvertreib in der Fremde. Die Rückreise verzögerte sich aufgrund einer Knieverletzung um zwei Monate. Seine Heimkehr führte ihn über Calais, Brüssel, Lille und Köln. Die Ouvertüre, die in Berlin vollendet wurde, ist ein eigenständiges Orchesterstück, in dem alle Gruppen des vollständig besetzten Orchesters zur Geltung kommen. 

Die Musik enthält viele Reminiszenzen an die deutsche Heimat. Mit dem Rückreiseziel vor Augen, entsprang das Werk der Fantasie eines in der Fremde befindlichen jungen Mannes mit dem Wunsch, heimzukehren und so mutet schon das zu Beginn erklingende Thema, welches die Ouvertüre auch schließt, sentimental an. 

Mendelssohn hat das Werk aufgrund seines privaten Charakters zu Lebzeiten nicht zur Veröffentlichung freigegeben. Erst zwei Jahre nach seinem Tod wurde das Werk öffentlich aufgeführt.

 

Wir freuen uns sehr, dieses spannende Werk auszuarbeiten, sobald wir alle aus den Sommerferien heimkehren so wie Mendelssohn mit seiner großen Heimkehr aus der Fremde!

 

von Lena Mackel