Benefizkonzert mit Mozarts feierlichen Krönungsmesse in C-Dur

Als am 20.11.2018 um 20.00 Uhr die ersten Töne von Mozarts 14. Kirchensonate die Auferstehungskirche in Großhansdorf füllten, fiel jegliche Nervosität von den Musikerinnen und Musikern. Gemeinsam mit dem Kantor und Organisten der Auferstehungskirche, Herrn Clemens Rasch, spielte das Jugendsinfonieorchester Ahrensburg diese sowie zwei weitere Kirchensonaten des Komponisten. Bevor es mit der Krönungsmesse in C-Dur losging, erklang eines der bekanntesten Stücke Mozarts, das Ave Verum. Gespielt von den Streichinstrumenten des JSOA und gesungen von vielen Sängerinnen und Sängern aus ganz Stormarn, die einen Projektchor bildeten, zauberte das Ave Verum sehr viel Ruhe und Gelassenheit in das Publikum, das Orchester und in den Chor. Doch diese Ruhe und Stille wurde schnell durch den knappen, ouvertürenhaftigen ersten Satz der Krönungsmesse unterbrochen. Die fröhlich und festlich geprägte Eröffnung des Chores ließ den Zuhörer in das Jahr 1779 zurückversetzen und manch einen mag aufgefallen sein, dass Tenor Dustin Drosdziok und Sopranistin Dorothee Fries in der Mitte des ersten Satzes auf einmal „Christe Eleison“ gesungen haben, obwohl sonst immer das „Kyrie Eleison - Herr, erbarme dich“, durch die Kirche hallte. Die imposante Kyrie klang nach ein paar Minuten schon wieder aus, die zwei Oboen breiteten sich auf einen ruhigen Klangteppich der Streicher aus und ein schöner Schlussakkord des Orchesters beendete den ersten Satz. 

Mit dem kraftvollen Gloria ging es anschließend im 3/4 Takt weiter, hier steht das Solistenquartett dem Chor meist geschlossen gegenüber. Flehend erklingt im Mittelteil des Glorias das „Qui tollis peccata mundi, miserere nobis - der du trägst die Sünden der Welt, erbarm dich unser“, jedoch wird dieser schnell wieder durch das „Gloria in excelsis Deo“ abgelöst. 

Rasche sechzehntel Noten der Geigen füllten den Raum der Auferstehungskirche, als es mit dem Credo weiterging. Das dreiteilige Credo beginnt mit dem Glaubensbekenntnis an Gott und Jesus Christus, die ersten Worte „Credo in unum Deum, in unum Deum“ liegen unisono in allen Singstimmen. Der impulsive Gesang wird von den vier Solisten abgelöst und geht in ein qualvolles, gelittenes Thema über, jedoch wird dieses wieder durch das feierliche Glaubensbekenntnis aufgehoben. 

Musikalisch aufbauend auf den vierten Satz, dem Sanctus, folgte Benedictus, welches mit viel Gefühl und Leidenschaft von Dorothee Fries (Sopran), Ulf Zastrau (Altus), Dustin Drosdziok (Tenor) und Roman Grübner (Bass) vorgetragen wurde. Heitere und gelöste Stimmung vermittelten die Solisten dem Publikum und bevor es in das Agnus Dei und somit in den letzten Satz der Krönungsmesse von Mozart ging, ertönte jubelnd das „Hosanna in excelsis“ und der Chor sowie Trompeten und Pauken traten erneut hinzu und sorgten für eine lebhafte und volle musikalische Gestaltung des „Hosianna in der Höhe“

Die ruhige und sanfte Einleitung des Agnus Dei durch die Sopranistin Dorothee Fries, verschaffte einen träumerischen Eindruck bevor es dann schlussendlich in das große Finale der Krönungsmesse ging. Eine Reprise des Kyrie holte die Zuhörer nochmal an den Anfang zurück und ein fulminantes Ende durch das Orchester, den Projektchor sowie den Solisten sorgte für einen wundervollen Abschluss des Abends. 

Für uns Musiker aus dem Jugendsinfonieorchester war es ein vollkommen gelungener Abend voller Spaß und Freude, der Dank des Publikums, des Projektchores, den Solisten, Herrn Edzard Burchards als Leiter des Projektchores und unserem Dirigenten, Sönke Grohmann, ein wunderbares Erlebnis war.

 

von Hanne Gerckens