Tournee in die USA 2011

In Chicago vor der "Bean"
In Chicago vor der "Bean"

Jugend-Sinfonieorchester Ahrensburg in Kewaunes (WI, USA)

Egmont

Ouvertüre (Sostenuto, ma non troppo -- Allegro)
Ludwig van Beethoven

Freitag der 22. Juni 14:50 Ortszeit in MI

Kurze Zwischenmeldung aus dem Bus irgendwo in Michigan...

Wir sind heute morgen um 9 Uhr in Lansing aufgebrochen uns sitzen seit dem im Bus.

Ein Blick auf die Uhr sagt 14:50 Uhr, wobei wir bereits die Uhr eine Stunde zurück gestellt haben, weil wir mal wieder eine Zeitzone überschritten haben.

Ein Paar Eindrücke aus dem Bus von Lansing, den Gastfamilien und des Konzerts:

- Picknick am See

- nette und spontane Gastfamilien

- klimatisierte Kirche

- enge Bühne aber schöne Atmosphäre im Konzert

- besondere Architektur der Kirche: Holzkunst, Engelmobilee und Kreuzweg

- Ben Baldus, alte Freunde wieder treffen

- Marshmallows über'm Lagerfeuer

- Mitternachtsbaden im Spring Lake

- fantastische Akustik in der Kirche: wenig Nachhall, transparent, runder Klang

- Gast-Großeltern mit komplettem Wohlfühl- und Verwöhnprogramm

- Teppichboden, selbst im Bad

- superlange Sandwiches und sauleckerer Schokokuchen, Frenchtoast!

- keine Wolken und superheiss :) ausserdem sehr nette und spontane Menschen

Soviel für den Moment von dem ersten Stop auf unserer Konzerttour durch die USA: Lansing!

Kewaunee, Wisconsin vom 25.Juli bis zum 28.Juli

Das Konzert in Kewaunee
Das Konzert in Kewaunee

Nach einem tränenreichen Abschied von unsere Gastfamilien in Green Bay, Michigan kamen wir am Montag gegen 10:30 in Kewaunee an.

Kewaunee ist eine kleine alte Hafenstadt östlich von Green Bay.

In freudiger Erwartung auf unsere Gastfamilien stiegen wir aus dem Bus und sammelten uns in der Kewaunee Inn. Dort trafen wir aber auf ein ziemliches Chaos und stellten fest, dass noch nicht genug Gastfamilien gefunden wurden. Trotzdem begann gleich die Aufteilung auf die Gastfamilien die einem Rindermarkt ähnelte. Obwohl sich einige Gastfamilien spontan bereit erklärten mehr Gäste aufzunehmen als geplant und sich im laufe des Tages noch weitere Familien meldeten blieben Nachmittags noch 8 Orchestermitglieder im Eigangsbereich des Hotels übrig. Daraufhin hatte der Hotelbesitzer Mitleid und nahm sie in seinem Hotel auf.

Am nächsten Tag gingen, auf Grund des schönen Wetters, viele Gastfamilien mit ihren Gästen im Lake Michigan baden. Obwohl Kewaunee am See liegt fuhren die meisten Familien nach Two Rivers welches eine halbe Stunde entfernt ist, weil der Strand und das Wasser in Kewaunee voller toter Fische und Algen waren. In Two Rivers wurde auch gebadet, obwohl das Wasser nur 18 Grad Celsius hatte und es auch dort im Wasser von toten Fischen wimmelte. Es gingen aber trotzdem alle mehr oder minder freiwillig baden. Eine weitere Attraktion in Kewaunee war eine Milchfarm. Hier wurden 3000 Kühe auf engstem Raum gehalten und rund um die Uhr auf einem Karussell automatischen gemolken. Das war nett ausgedrückt beeindruckend... Am Abend gab es ein, vom Hotel organisiertes, Bonfire bei dem sich alle Orchestermitglieder trafen. Es gab Pop Soda (Limonade), Hotdogs und S'mors, ein beliebter Lagerefeuersnack aus Keks, gerösteten Marshmellows und Schokolade.

Am folgenden Tag, fand das Konzert nicht wie ursprünglich geplant auf einem Parkplat, sondern in einer alten Fabrikhalle am See neben dem Hotel statt. Dies war ein Glücksfall, weil die Halle eine schöne Akustik und sehr viel Charme hatte. Das Konzert war sehr gut besucht und ein vollere Erfolg. Es waren sogar Gastfamilien aus Green Bay angereist um sich auch das Konzert in Kewaunee anzuhören. Anschließend gab es einen Empfang im Hotel wo noch bis in die Nacht gefeiert wurde.

Am nächsten Morgen war es Zeit sich zu verabschieden als wir in den Bus nach New Lenox stiegen.

Das Besondere an unserem Aufenthalt in Kewaunee war die besondere Gastfreundschaft mit der wir empfangen wurden. Die gesamte Stadt wusste, dass ein Deutsches Orchester zu besuch war und freute sich auf das Konzert am Abend. Die ganze Stadt trug dazu bei dass das Konzert und unser Aufenthalt in Kewaunee besonders schön wurden. So wurde noch am Tag des Konzerts das gesamte benötigte Schlagzeug organisiert und der Hotelbesitzer Kevin Kemp stellte die fehlenden Betten, organisierte das Bonfire, stellte die Halle zur Verfügung und war der Gastgeber des Empfangs.

Vor der Kewaunee Inn
Vor der Kewaunee Inn

Fremont vom 31.07 bis zum 03.08

Nach einer fünfstündigen Busfahrt aus New Lenox IL erreichten wir Fremont MI. Wir kamen in einer Middleschool an, in der wir unsere Instrumente abluden und begrüßt wurden. Die Aufteilung auf die Gastfamilien erfolgte prompt und gut organisiert. Danach stand uns der Nachmittag mit den Gastfamilien zur freien Verfügung. Die meisten waren nach der langen Busfahrt schwimmen oder haben den freien Nachmittag entspannt genossen. Am nächsten Tag war dann Schluss mit Entspannen und nach einem Vormittag in den Gastfamilien fuhren wir zusammen zum Blue Lake Fine Arts Camp, 45 Minuten von Fremont entfernt. Dort wurden wir von zwei Campmitgliedern empfangen die uns im Bus auf den letzten Metern mit einer deutschen und einer amerikanischen Fahne rennend begleiteten. Im Camp angekommen bekamen wir eine Tour vom International-Direktor, der wie sich herausstellte Herrn Klaue aus einem gemeinsamen Campbesuch 1975 kannte. Nach der Führung über das Campgelände wurden wir gefüttert und gewässert und spielten danach unser Konzert in der Stuart-Shell, dass auch live im Radio übertragen wurde.

Der nächste Tag war bis zum Konzert am Abend frei mit den Gastfamilien. Viele Orchestermitglieder trafen sich bei einer Gartenparty bei der amerikanischen Organisatorin am Lake Fremont. Dort wurde unter Anderem im See gebadet und Kajak gefahren. Am Abend traf sich dann das Orchester nicht wie ursprünglich geplant im Veterans Memorial Park sondern wegen des schlechten Wetters in der örtlichen Highschool. Nach den üblichen Reden und Danksagungen nach dem Konzert gab es noch ein Fotoshooting und dann begann zum letzten Mal das Packen.

Nach dem Konzert sind alle mit den Gastfamilien nach Hause gefahren und es gab kein großes Programm mehr, weil es am nächsten Tag früh los zum Flughafen nach Detroit ging.